etwas komische Gedanken

Alltägliches, Nachdenkliches und völlig Absurdes.

Feuer, Wasser, Erde, Luft


Menschen sind neugierig. Alles wollen wir wissen. Und wenn wir etwas nicht wissen, dann denken wir uns etwas aus, wie es funktionieren könnte. Danach entscheidet sich: Glauben wir daran, dass das so ist und belassen es dabei. Oder schauen wir nach, ob das so ist, wie wir uns das ausgedacht haben.

Disclaimer: Wieder einmal gilt, ich bin kein Wissenschaftler. Von den Dingen über die ich schreibe habe ich keine Ahnung. Na gut, ein bisschen Ahnung habe ich schon, aber nicht viel.

Und zum Recherchieren bin ich zu faul, darum mache ich alles aus dem Kopf. Berichtigt mich gerne, wenn ich total falsch liege.

Lassen wir mal die “Ich glaube das jetzt einfach so und bin damit zufrieden”-Fraktion außen vor. Schauen wir uns die “Ich will das jetzt wirklich wissen”-Gruppe an.

Wenn wir etwas nicht wissen und uns etwas ausgedacht haben, wie es funktioniert, dann wollen wir das überprüfen.

Ich liege unter einem Baum und mir knallt ein Apfel auf den Kopf. Dann habe ich heute dank Newton und Einstein eine recht gute Erklärung dafür, warum der Apfel Richtung Boden fällt. Das er mich am Kopf trifft, ist mein persönliches Pech. Warum muss ich mich auch unter einen Baum setzten?

Newton hat sich dann gefragt, warum Dinge die fallen immer Richtung Boden fallen. Aber die Geschichte mit dem Apfel, der Newton Kopfschmerzen verursacht hat, scheint so nicht passiert zu sein. Witzig wäre es trotzdem. Aber er hat die geniale Entdeckung gemacht, das Massen Massen anziehen. Umso schwerer ein Objekt ist, umso stärker.

Apfel: 1 / etwas: 0

Einstein hat dann noch genauer beschrieben wie das funktioniert. Massen krümmen die Raum-Zeit und so.

Beide haben gemeinsam, dass sie nicht bei “Passt schon so” geblieben sind, sondern nachgeschaut haben.

Aber was hat das mit dem Titel zu tun? “Feuer, Wasser, Erde, Luft”. Das ist für mich ein gutes Beispiel für “Ich will das genauer wissen”. In der Antike haben sich die Menschen auch schon den Kopf darüber zerbrochen, wie die Welt um sie herum funktioniert. Philosophen in der Antike haben die ersten Schritte zu unserem heutigen Weltverständnis unternommen.

Damals waren die Fragen noch “einfacher”. Zum Beispiel: “Woraus besteht die Welt um uns herum?”. Dann haben die Leute sich Gedanken gemacht, haben herumexperimentiert, Dinge festgestellt und Heureka! Die Welt besteht aus den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft.

Viele Schüler*Innen würden bei einem so einfachen Periodensystem der Elemente vor Freude Luftsprünge machen. Natürlich wissen wir es heute besser.

Aber früher war das ein gutes Erklärungsmodell und hat alltägliche Dinge gut beschrieben.

  • Feuer + Wasser = Dampf
  • Feuer + Erde = Rauch
  • Erde + Luft = Staub
  • Wasser + Erde = Matsch
  • usw…

Dann kamen irgendwann die Alchemisten an die Reihe. Mit der Beobachtung, dass viel mehr Zeug mit ganz anderem Zeug ganz unterschiedlich reagiert, wurde klar: Wir brauchen einen anderen Erklärungsansatz. Feuer, Wasser, Erde und Luft als Grundbausteine von allem haben sich als falsch herausgestellt. In der Alchemie wurden neue Erkenntnisse gewonnen. Sicher auch hier ist einiges schiefgelaufen. Die ganze Sache mit dem “Gold aus Verdauungsrückständen” war ein Griff ins Klo. Heute können wir übrigens (im Labor) ein Element in ein anderes umbauen. Ganz ohne Kernspaltung (nicht im Labor) und der damit verbundenen unangenehmen Strahlung. Wir pfuschen dann direkt am Atom mit seinen Protonen, Neutronen und Elektronen herum. Das einzig Unangenehme dabei ist eine gigantische Stromrechnung.

Im Mittelalter gab es auch für eine gewisse Zeit die Vorstellung, dass Feuer ein “Inhaltsstoff” von bestimmten Materialien ist. Auftritt der Idee von “Phlogiston”. Wird z.B. Holz oder Papier erhitzt, wird dieses Phlogiston dann als Feuer freigesetzt. Das klingt für uns heute seltsam. Für die damalige Zeit war es aber ein neuer Erklärungsversuch. Und ein Beispiel dafür, dass in der seriösen Wissenschaft überholte und als falsch erkannte Theorien Geändert, angepasst oder verworfen werden.

Nach der Alchemie mit ihren ganzen Irrungen und Wirrungen entstand dann nach und nach unsere heutige Chemie. Wir haben wieder eine Menge “Wissen” als falsch erkannt und durch neue Erkenntnisse ersetzt. Und das tun wir heute immer noch. Um unseren Wissensdurst zu stillen und unser Leben einfacher und bequemer zu machen (und vielleicht unseren Planeten zu retten), forschen wir munter vor uns hin.

Umso mehr wir über uns, die Welt und das Universum erfahren, erkennen wir, wie viel wir noch nicht wissen. Aber wir können uns auch immer wieder freuen, was wir schon alles Wissen, Erklären und Messen können.

Darum immer schön neugierig bleiben. Eine ganz wichtige Frage die wir egal ob Kind oder Erwachsene immer stellen können und sollten ist: “Warum?”.

Darum! (Die schlechteste Antwort aller Zeiten).


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